Heikos Märchenstunde

18. August 2008

Microsoft und die Norm

Filed under: — Tinker @ 08:53

Da haben es die Strategen aus Redmond doch wieder geschafft. Endlich wurde ihr Vorschlag zur Normierung ihres „offenen“ Dokumentenformates von der ISO durch gewunken. Da kann ich nur lachen!!! Microsoft und offen, das wäre ja wie ein Weihwasser trinkender Teufel.

Gut erinnere ich mich noch an die Zeiten des seligen Office 97. Damals war ich so eine Art Administrator am Institut und eine meiner ersten Aufgaben bestand darin, alle Rechner mit dieser Software auszustatten. Ein Jährchen ging auch alles gut, jeder kannte mittlerweile die Fehler und es war ein einigermaßen produktives Arbeiten möglich. Doch es kam wie es kommen musste, Redmond führte Office 2000 ein. Alles sollte schneller, bunter, weiter – schlicht besser werden. Nur ich, der Admin, wollte davon nichts wissen. Meine Schäfchen waren zufrieden, alles lief und warum etwas ändern? Doch da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt aka Bill Gates gemacht. Zu der Zeit ließen sich MS-Produkte fast beliebig raubkopieren und nach kurzer Zeit hatte jeder Student das neue Office auf dem Rechner Bald trudelten die ersten Dateien im neuen Format bei meinen Assistenten ein. Leider hatten nur die meisten Ersteller vergessen, kompatibel zum alten Format abzuspeichern und so nahm die Tragödie ihren Lauf. Mehr und mehr meiner Schäfchen wollten plötzlich auch Office 2000 haben, schlicht aus dem Grund, um die ihnen zur Verfügung gestellten Dateien öffnen und bearbeiten zu können.

Dieses Spielchen setzt sich bis zum heutigen Tage fort. Mittlerweile bin ich aus beruflichen Gründen gezwungen, Office 2007 zu benutzen. Um es mal mit einfachen Worten zu sagen: was für einen große Scheiße!!! Benutzer unfreundlich, Ressourcen hungrig und total inkompatibel zu allem anderen. Der einzige Vorteil, der sich für mich zu älteren Versionen ergibt ist der nachträglich integrierbare .pdf Exportfilter. Das wars, setzen, 5.

Meine Frau hat ihre Diplomarbeit und auch Studienarbeiten auf mein Drängen hin mit OpenOffice erstellt und was soll ich sagen: jeder „Fehler“, den sie bemerkte stellte sich als mangelndes Anwenderwissen heraus. Die Literaturdatenbank war auch schon dabei und im Umgang mit Grafiken und Bildern war es zumindest damals um Welten besser als das Gegenstück von MS. Am Anfang gab es nur ein kleines Problem. Ihre wissenschaftlichen Betreuer hätten ja so gerne MS-Dokumente gehabt. Leider war dann doch keiner bereit, ihr eine Lizenz zu bezahlen;-)

Heiko

17. August 2008

Beschützer

Filed under: — Tinker @ 23:54

Manchmal denke ich dieser Tage es wäre doch ganz gut, einen russischen Pass zu haben. Wer weiß schon, ob die Russen nicht eines Tages doch wieder vor Berlin stehen – um ihre Staatsbürger zu schützen:-)

Heiko

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