Heikos Märchenstunde

28. Januar 2009

Woran krankt es in unserem Land?

Filed under: — Tinker @ 20:28

Unser eigentliches Problem ist keine egal wie geartete Krise! Das Problem ist schlicht und einfach der immer geringer werdende Anteil an Arbeitnehmern, welche tatsächlich Werte schaffen im Verhältnis zu den Arbeitnehmern, die diese Werte „verwalten“. Zusätzlich verschlimmert sich das Ganze dadurch, dass häufig die „Verwalter“ auch noch über das Wohl und Wehe der „Produktiven“ entscheiden dürfen.

Die Geschichte von der fleißigen Ameise

Jeden Morgen kam die fleißige Ameise fröhlich zur Arbeit. Sie liebte ihre Arbeit. Hier verbrachte sie die meiste Zeit des Tages, schwer arbeitend aber trotzdem oft ein Liedchen summend.

Der Generaldirektor, eine fette Kröte, stellte fest, dass es niemanden gab, der die Ameise beaufsichtigte.

So konnte es nicht weitergehen!

Er schuf einen Supervisor-Posten und stellte einen Mistkäfer mit viel Erfahrung ein. Die erste Sorge des Mistkäfers war, die Arbeitszeit zu standardisieren. Er erstellte hierzu verschiedene Reporte.

Bald darauf benötigte der Mistkäfer eine Sekretärin, die diese Reporte vorbereitete. Man stellte eine Spinne ein, die ein Archiv einrichtete und Telefonanrufe entgegen nahm.

Und in der ganzen Zeit arbeitete die Ameise froh und munter weiter, denn ihre Arbeit gefiel ihr und von Zeit zu Zeit summte sie ein Liedchen.

Der Generaldirektor war begeistert von der Arbeit des Mistkäfers und fragte ihn nach grafischen Darstellungen und Zukunftsanalysen. So wurde es nötig, eine Fliege als Helfer für den Supervisor einzustellen. Sie kauften der Fliege einen Laptop, mit dem sie die Reporte schön bunt gestalten konnte.

Die fleißige Ameise summte schon bald kein Liedchen mehr und beschwerte sich, dass sie so viel Schreibkram auszufüllen hatte.

Daraufhin beschloss der Generaldirektor, dass ein Administrator für die Abteilung, in der die Ameise arbeitet, her musste. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wurde der Heuschrecke übertragen, die als erstes verlangte, dass man ihr einen speziellen Sessel kaufen solle. Natürlich brauchte sie auch ein Auto, einen Laptop und einen Zugang zum Intranet. Und selbstverständlich brauchte sie auch eine persönliche Assistentin, die Raupe.

Die Ameise sang nicht mehr. Sie wurde immer unruhiger und nervöser.

“Wir müssen ein Gremium beauftragen, Daten für eine Studie über die arbeitende Gesellschaftsschicht zusammenzutragen und einen Bericht dazu zu verfassen.”, sagten die ausgesuchten Spezialisten. Gesagt, getan. Gegen ein beträchtliches Entgelt machten sie sich sogleich monatelang an die „Arbeit“.

In der Zwischenzeit stellte der Generaldirektor fest, dass die Abteilung, in der die Ameise fleißig arbeitete, nicht mehr den gleichen Profit erwirtschaftete wie zuvor.

Er wandte sich an die Eule, eine Expertin in Sachen Betriebswirtschaft. Sie sollte analysieren und diagnostizieren, was zu tun sei. Die Eule wirbelte drei Monate in der Firma herum, wofür sie Tausende von Euros bekam. Dann legte sie einen Abschlussbericht vor, der besagte: “Sie haben zu viel Personal, es sollten Stellen outgesourced werden.”

Dem Expertenbericht der Eule folgend trennte der Generaldirektor sich von der Abteilung, in der die Ameise arbeitete. Er gliederte sie in eine GmbH aus und entließ einen Teil der Ameisen. Zusätzlich zahlte er den anderen weniger Gehalt, denn schließlich musste die Firma ja sparen.

Jetzt endlich sollte die Ameise ihre Arbeit besser und schneller erledigen, denn wer bei der Arbeit so fröhlich ist, der kann nur zu viel verdienen und zu wenig Arbeit haben.

Doch die Ameise wurde depressiv und der Stress machte sie krank. Sie sollte nun die Arbeit von drei Ameisen schaffen. Da sie mit dem neuen Gehalt ihre Familie nicht mehr ernähren konnte, musste sie noch einen zweiten Job annehmen. So war sie fast immer müde und machte Fehler. Der Firma des Generaldirektors ging es immer schlechter. Immer mehr Kunden bestellten in einem anderen Unternehmen.

Da beauftragte der Generaldirektor das Marktforschungsinstitut der Schlange.
Für eine Provision von ein paar Millionen Euro stellte diese fest: “Die Kunden laufen weg, weil die Ameisen schlechte Qualität abliefern und zu langsam arbeiten. Am besten entlassen Sie die Ameisen und lassen ihre Ware von einem externen Unternehmen produzieren.”

Dem Expertenbericht der Schlange folgend entließ der Generaldirektor die Ameise, die immer so fleißig arbeitete und ihre Arbeit liebte, um die „Effizienz“ innerhalb des Unternehmens wieder zu steigern.

Und die Moral von der Geschichte?

Es sollte dir nicht im Traum einfallen, eine fleißig arbeitende, fröhliche Ameise zu sein! Es ist viel besser, eine nutzlose Heuschrecke oder ein Mistkäfer zu sein.

Wenn du gar nicht anders kannst, als fleißig und fröhlich bei der Arbeit zu sein, dann jammere wenigstens von Zeit zu Zeit. So kommt es niemandem in den Sinn, dich für den Spaß an deiner Arbeit zu bestrafen.

Wenn du auch das nicht kannst, dann mach dich selbständig. So können sich wenigstens all die Käfer, Spinnen, Heuschrecken, Fliegen, Kröten, Eulen und Schlangen nicht auf deinem Buckel ausruhen, sondern dir selbigen herunterrutschen.

Autor unbekannt

22. Januar 2009

Die „Reform“ der KFZ-Steuer

Filed under: — Tinker @ 18:45

Wovon hängt der Verschleiß unserer Straßen unter anderem ab? Vom Fahrzeuggewicht!

Was beeinflusst die Belastung für die Umwelt? Der Verbrauch, die Schadstoffklasse und die Geräuschemmission eines Fahrzeugs!

Und wo liegt jetzt das Problem, die KFZ-Steuer neu zu gestalten???

Warum entwickeln alle Hersteller Autos mit niedrigem Verbrauch unter Verwendung der Diesel-Technologie und diese werden dann bei der Steuer nach Hubraum um den Faktor 5 höher besteuert? Das kann doch kaum als verkaufsfördernde Maßnahme betrachtet werden.

Warum wird eine Obergrenze von 2,5 l bei der Berechnung nach Hubraum eingeführt?

Eine der Antworten könnte sein, dass die Fahrer von Hubraum starken Fahrzeugen mit hohem Verbrauch steuerlich entlastet werden sollen. Nur haben die das wohl kaum nötig und ich bin mir sicher, diese Fahrzeuge auch bei einem Treibstoffpreis jenseits der 3€ pro Liter locker auf der linken Spur mit +200 an mir vorbeiziehen zu sehen.

Heiko

3. Januar 2009

Morgenstimmung

Filed under: — Tinker @ 21:04
Morgenstimmung

Morgenstimmung

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