Heikos Märchenstunde

18. April 2007

Nikon D50 vs. D200 Teil 2

Filed under: — Tinker @ 23:20

Rauschverhalten

Im zweiten Teil dieses Vergleichs habe ich versucht, etwas über das Rauschverhalten der Sensoren der D50 und der D200 herauszufinden. Da ich fast ausschliesslich im Rohformat (.nef) fotografiere interessiert mich weniger, was die kamerainterne Bildverarbeitung zu leisten im Stande ist. Die Kamerahersteller sind da zwar schon besser geworden aber leider wird immer noch zu viel platt gemacht, was ich an Bilddetails gerne im Foto erhalten möchte. Ein schöner Nebeneffekt der Rohdaten ist natürlich auch die Möglichkeit, den Weissabgleich und, in Grenzen, die Belichtung nachträglich anpassen zu können.

Bei einem Ausdruck von 300 x 200 mm erreicht die D50 ca. 254 dpi und die D200 ca. 328 dpi. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Aufnahme der D200 bei gleicher Papiergrösse etwas stärker herunter gerechnet wird, als bei der D50 und das vorhandene Bildrauschen wird weniger deutlich sichtbar.

Deshalb können meine Aufnahmen nur als Vergleich bei gleicher Ausgabeauflösung betrachtet werden!

Bei 300 dpi, was normalerweise der Auflösung von Aufnahmen in Magazinen entspricht, würde die D50 übrigens eine „theoretische“ maximale Druckgrösse von 255 x 169 mm ermöglichen. Die D200 hingegen 328 x 220 mm, vorausgesetzt die maximale Auflösung des Sensors kann auch durch das Objektiv ausgenutzt werden.

Nun zu den Testbildern:

– Die Kameras waren bei den Aufnahmen auf einem Stativ montiert und es wurde von Hand fokussiert.
– Als Objektiv wurde von mir das Nikkor Ai-S 50mm f/1.8 gewählt, Blende und Belichtungszeit war für jede ISO-Stufe gleich.
– Alle Aufnahmen wurden im .nef Format erstellt und mit dem Adobe Raw-Importfilter 3.6 in PS-Elements geöffnet.
– Die Einstellungen des Raw-Importerfilters waren bis auf die Helligkeit (50) auf Null oder Neutral, Schärfung oder „Entrauschung“ waren deaktiviert.
– Der Weissabgleich wurde von der Kamera übernommen.
– Die Vergleichsausschnitte wurden mit der Funktion „Unscharf maskieren“ (Stärke 100, Radius 0,6 Pixel) etwas geschärft
– Alle Montagen sind als .jpg mit 100% Qualität abgespeichert.

Das Ausgangsmotiv

Ausgangsmotiv

Mit kleineren Kacheln (250 x 250 Pixel) aus den Ausschnitten (500 x 500 Pixel) habe ich dann zur besseren Vergleichbarkeit mehrere Montagen erstellt, die einen 1:1 Ausschnitt der Originalaufnahme zeigen.

Der linke Teil zeigt immer den Ausschnitt der D200 und der rechte Teil den der D50 Aufnahme.

Die erste Montage zeigt, der Vollständigkeit halber, einen Vergleich der D200 bei ISO 100 mit der D50 bei ISO 200.

ISO 100 vs. ISO 200

Die zweite Montage zeigt den Vergleich beider Kameras bei ISO 200.

ISO 200 vs. ISO 200

Die dritte Montage zeigt den Vergleich beider Kameras bei ISO 400.

ISO 400 vs. ISO 400

Die vierte Montage zeigt den Vergleich beider Kameras bei ISO 800.

ISO 800 vs. ISO 800

Die fünfte Montage zeigt den Vergleich beider Kameras bei ISO 1600.

ISO 1600 vs. ISO 1600

Wenn ich mir die Aufnahmen anschaue, dann sieht für mich die ISO 100 Aufnahme der D200 bezüglich des Rauschverhaltens etwa wie die ISO 200 Aufnahme der D50 aus. Jede weitere Stufe wird der Unterschied deutlicher sichtbar und besonders bei ISO 1600 sieht die D50 eindeutig besser aus. Über den Daumen behaupte ich mal, dass die D50 bei ISO 1600 ungefähr so rauscht wie die D200 bei ISO 800 und dieser Unterschied bleibt bis ISO 200 bestehen. (ISO 800 der D200 = ISO 400 der D50 u.s.w.)

Da die Aufnahmen der D200 etwas heller scheinen als die der D50 bei identischen Einstellungen vermute ich, dass der Sensor der D200 minimal empfindlicher ist, als angegeben.

Um das unschöne Farbrauschen zu mindern lasse ich im Photoshop beim Raw-Import den Wert, wie von Adobe als Empfehlung voreingestellt, auf 25 stehen.

Fazit 2. Teil

In „richtigen“ Aufnahmen ist das Rauschen natürlich nicht so stark zu sehen und manchmal lässt sich eine gewisse Körnigkeit auch als Gestaltungsmittel einsetzen.
Mir ist es jedoch lieber, wenn das Rauschen so spät wie möglich sichtbar wird.

Auch hier kann man wieder sehen, dass mehr Pixel nicht immer von Vorteil sind.

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